April 2015 – Tag des Baumes

im Bild schützende Hände um einem Baumsetzling

Die Vorstellung des Projektzwischenstandes "Stadt- und Straßenbäume im Klimawandel" erfolgte am 27.04.2015 während der öffentlichen Vortrags-Veranstaltungsreihe zum "Tag des Baumes" 2015 im Jenaer Rathaus.

Oktober 2014 – Auftaktgespräch Projekt „Stadt- und Straßenbäume im Klimawandel“

Im Bild ein Eisenholzbaum mit rötlichen Blättern, © Prof. Roloff, TU Dresden

Der durch den Menschen angetriebene Klimawandel wird in den nächsten Jahrzehnten zu einer Veränderung der Standortbedingungen für die Vegetation führen, was sich vor allem durch Trocken- und Hitzestress äußern wird. Aufgrund der Lebensdauer von Bäumen muss bereits heute Vorsorge getragen werden, damit diese auch in Zukunft ihre vielfältigen Funktionen (Klimakomfort, Lufthygiene, Ästhetik) erfüllen können.

Das im Rahmen des JenKAS-Verstetigungsprozesses geführte Projekt „Stadt- und Straßenbäume im Klimawandel“ sollen die künftigen Lebensbedingungen der Jenaer Stadt- und Straßenbäume herausgearbeitet werden und betroffene Exemplare identifiziert werden. Gleichzeitig sollen in Zusammenarbeit mit dem Garten- und Landschaftsarchitekten Ulrich Boock sowie Prof. Dr. Andreas Roloff vom Institut für Forstbotanik der TU Dresden Baumartenempfehlungen für Stadt- und Straßenbäume erarbeitet werden, die in der Lage sind, den künftigen klimatischen, bio- und stadtklimatischen sowie ästhetischen Bedingungen und Ansprüchen in Jena Rechnung zu tragen.

Am 1. Oktober 2014 fand hierfür das Auftaktgespräch mit Vertretern der Stadtverwaltung, der lokalen Forschungsassistenz ThINK sowie dem externen Berater Prof. Dr. Andreas Roloff, Leiter der Professur für Forstbotanik an der TU Dresden, statt.

August 2014 – Veröffentlichung DWD-Ergebnisbericht: Klimauntersuchungen in Jena für die Anpassung an den Klimawandel und seine erwarteten Folgen

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) initiierten Forschungsprogrammes „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ (ExWoSt) mit dem Schwerpunkt „Kommunale Strategien und Potenziale zum Klimawandel“ führte der Deutsche Wetterdienst (DWD) umfangreiche stadtklimatologische Untersuchungen für die Stadt Jena mit ihrem Modellvorhaben „Jenaer Klima-Anpassungs-Strategie“ (JenKAS) durch.

Die Ergebnisse der umfangreichen Untersuchungen liegen nun als Ergebnisbericht „Klimauntersuchungen in Jena für die Anpassung an den Klimawandel und seine erwarteten Folgen“ vor.

Dieser kann hier eingesehen werden:

Juli 2014 – Projekt „Analyse von hitzebelasteten Bereichen in Jena“

Die zunehmenden Temperaturen im Sommer und die damit verbundenen bioklimatischen Belastungen für die Bevölkerung und insbesondere sensible Bevölkerungsgruppen (u.a. Kinder, Kranke, Senioren) veranlassen die Stadt Jena im Rahmen des JenKAS-Verstetigungsprozesses, weitere planerische Grundlagen zu schaffen.

In dem Projekt „Analyse von hitzebelasteten Bereichen in Jena" sollen deshalb punktuell erhobene Temperaturmessdaten der Gebäudetechnik-Sensoren an den Gebäuden des städtischen Eigenbetriebes Kommunale Immobilien Jena (KIJ) zu flächenhaften Informationen aufbereitet, Bereiche mit potenziell hoher Hitzebelastung aufgezeigt und Handlungsempfehlungen zur Reduktion der Hitzebelastung abgeleitet werden. Erste Ergebnisse werden im Oktober vorliegen. Das Projekt wird im Jahr 2014 abgeschlossen.

Juli 2014 – KommAKlima-Thesenpapier veröffentlicht: „Ist Klimaanpassung im Öffentlichen Gesundheitsdienst kommunaler Praxis angekommen?“

Unter dem Titel "Ist Klimaanpassung im Öffentlichen Gesundheitsdienst kommunaler Praxis angekommen?-- Ein Thesenpapier" wird anhand von vier Thesen das Themenfeld der gesundheitsgerechten Klimaanpassung umrissen und potenzielle Handlungsbedarfe aufgezeigt.

Das Thesenpapier wurde aus den bisherigen Projektergebnissen abgeleitet, an denen sich auch die Stadt Jena im Rahmen des Workshops „Gesundheitsförderliche Klimaanpassung in Jena" beteiligt hat. Die Thesen erheben dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit und allgemeine Gültigkeit. Vielmehr sollen die Thesen eine breite Diskussion zum Thema Klimawandel und Gesundheit anregen.

KommAKlima ist ein Projekt des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) mit einer Laufzeit 2012 bis 2014 zur Analyse gesundheitsförderlicher kommunaler Strukturen, Prozesse und Instrumente zur Anpassung an den Klimawandel. Jena wurde neben Hamburg, Dortmund oder Bonn als eine von 15 Modellkommunen ausgewählt. Im Rahmen des KommAKlima-Projektes werden auf Grundlage aktueller Ergebnisse Handreichungen für die kommunale Praxis erarbeitet und unter dem Titel "Hinweise für Kommunen" herausgegeben.

Weitere Informationen unter: http://www.uni-bielefeld.de/gesundhw/ag7/projekt/kommaklima.html

6./7. März 2014 – Teilnahme der Stadt Jena an der US-German Bilateral Working Group

Im März nahmen Vertreter der Stadt Jena an dem Treffen der US-German Bilateral Working Group am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig teil. Dabei handelt es sich um eine Arbeitsgruppe US-amerikanischer (Environmental Protection Agency) und deutscher Partner (u. a. BMBF, UBA, UFZ) zum Austausch von Strategien, Instrumenten und Erfahrungen in den Themenbereichen Nachhaltigkeit, Energie, Klimaschutz und Klimaanpassung.

Ziel der transatlantischen Arbeitsgruppe ist der Wissenstransfer von "Good-Practice"-Beispielen aus US-amerikanischen und deutschen Modellprojekten und die Integration in Entscheidungsprozesse. Den US-amerikanischen Partnern wurde dabei ein Einblick in die Aktivitäten und Erfahrungen der Stadt Jena bei der Anpassung an den Klimawandel gegeben (siehe Präsentation unter Downloads).

Die amerikanisch-deutsche Austauschplattform existiert bereits seit Anfang der 1990er Jahre und befindet sich mittlerweile in der 5. Phase der Zusammenarbeit, wobei jede Phase einem 5-Jahres-Zyklus entspricht. Weitere Treffen der Arbeitsgruppe sind in den kommenden Jahren geplant.

Weitere Informationen unter: www.bilateral-wg.org

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