Endbericht "Untersuchung der Wärmebelastung an kommunalen Kindertagesstätten und Grundschulen der Stadt Jena"

Der Endbericht "Untersuchung der Wärmebelastung an kommunalen Kindertagesstätten und Grundschulen der Stadt Jena" liegt vor. Dabei handelt es sich um ein Projekt von Kommunale Immobilien Jena (KIJ) in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Jena, im Rahmen dessen Möglichkeiten zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität an kommunalen Kitas und Grundschulen an Tagen mit einer erhöhten Hitzebelastung untersucht wurden. Diese Untersuchungen erfolgten im Rahmen des Verstetigungsprozesses der Jenaer Klimaanpassungsstrategie (JenKAS).

Der Endbericht zeigt die zentralen Projektergebnisse und gibt Handlungsempfehlungen für 19 ausgewählte kommunale Einrichtungen. Er kann über nachfolgenden Link heruntergeladen werden.

Endbericht "Klimaanpassung an Kitas und Grundschulen"

 

© Meyer (2017)

Befragung zur Wahrnehmung von Hitze in der Stadt

Im Zuge des Klimawandels werden sich die Temperaturen an heißen Sommertagen deutlich erhöhen. Kühlende, begrünte Erholungsräume werden auch deshalb immer wichtiger. 

Um die Bedarfe innerhalb der Bevölkerung zu analysieren, werden in einem von besonders hitzebelasteten Gebiet 250 Haushalte vom 31. Mai bis zum 11. Juni befragt. Diese Befragung und anschließende Auswertung übernimmt ein Team des Lehrstuhls für Wirtschaftsgeographie unter der Leitung von Dr. Susann Schäfer. Die Geographie-Studentin Sophie Köhler schreibt über diesen Prozess ihre Bachelor-Arbeit.

Es steht auch eine Online-Version der Befragung zur Verfügung. Alle Bürgerinnen und Bürger von Jena können vom 31. Mai bis zum 25. Juni daran teilnehmen. Den Fragebogen finden Sie unter folgendem Link:

https://www.soscisurvey.de/klimaoase/

 

Dr. Susann Schäfer (FSU), Uwe Kurmutz (ThINK), Sophie Köhler (FSU) und Projektleiterin Anya Schwamberger (Stadt Jena)                 

© Stadt Jena (2018)

Workshop mit Vertretern hitzesensibler Bevölkerungsgruppen im ExWost-Projekt „Grüne Klimaoasen im urbanen Stadtraum Jenas“ am 16. März 2018

Was unterscheidet eine grüne Klimaoase von einer "normalen" Grünanlage? Wie muss eine solche Oase ausgestattet sein, dass die hitzesensiblen Bevölkerungsgruppen sie auch wirklich annehmen und sie mit einer hohen Aufenthaltsqualität wirken kann?

Um diese Fragen besser beantworten zu können hat das Projektteam Vertreter hitzesensibler Bevölkerungsgruppen wie z.B. Vertreter des Seniorenbeirates, des Behindertenbeirates, des Fachdienstes für Jugend und Bildung, des Projektteams Bildungsmanagement und Armutsprävention sowie des Fachdienstes Gesundheit zu einem Workshop am 16.03.2018 eingeladen. Erweitert wurde die Diskussionsrunde um die Experten in der Klimaanpassung.

Weitere Informationen zum Workshop können Sie über nachfolgenden Link einsehen (barrierefreies Online-PDF):

Workshop mit Vertretern von hitzesensiblen Bevölkerungsgruppen

 

                                       © Stadt Jena (2018)

Modellvorhaben „Grüne Klimaoasen im urbanen Stadtraum Jenas“

Im Zuge des Klimawandels werden sich die Temperaturen in der Stadt Jena zukünftig an heißen Sommertagen deutlich erhöhen. Dadurch ist die Schaffung kühlender begrünter Erholungsräume von wachsender Bedeutung für das lokale Klima und das Wohlbefinden und damit der Gesundheit der Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt. Im Rahmen des ExWoSt-Forschungsfeldes GREEN URBAN LABS beschäftigt sich das Jenaer Stadtentwicklungsprojekt „Grüne Klimaoasen im urbanen Stadtraum Jenas“ mit der Frage, wie die lokale Anpassung an den Klimawandel durch neue und Qualifizierung vorhandener Grün- und Parkanlagen stadtplanerisch umgesetzt werden kann.

Weitere Informationen zu Ausgangslage, Ziele und Konzept, Prozessschritte, Projektteam sowie Ansprechpartner können Sie über nachfolgenden Link einsehen (barrierefreies Online-PDF):

Steckbrief "Grüne Klimaoasen im urbanen Stadtraum Jenas"

 

Weitere Informationen zum Forschungsfeld und seinem Kontext können Sie auf der Seite des BBSR unter folgendem Link nachlesen:

http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/FP/ExWoSt/aktuelle-meldungen-4m/km-exwost-green-urban-labs-zwischenergebnisse.html

Stadt Jena als Modellprojekt im Forschungsfeld Green Urban Labs ausgewählt

Durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit wurde im Rahmen des Weißbuchprozesses das Forschungscluster „Grün in der Stadt“ als Teil der Innovationsplattform Zukunftstadt eingerichtet. Dabei wurde „Green Urban Labs“ als erstes, neues Forschungsfeld im Rahmen des Forschungsprogramms "Experimenteller Wohnungs- und Städtebau" (ExWoSt) vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung gestartet. Als Labs (Labore) angelegt, fördern die Modellvorhaben kreative Prozesse des Erprobens und folgen einer anderen Logik als der des „klassischen“ Umgangs mit Grünanlagen im Stadtraum. Sie sollen Wege aufzeigen, wie die Lebensqualität durch grüne Projekte verbessert werden kann. Dabei wurden die Kommunen aufgerufen sich mit innovativen Ansätzen und Konzeptideen für eine zeitgemäße Grün- und Freiraumentwicklung in urbanen Räumen zu bewerben.

Wir freuen uns, dass Jena als eine solche Modellkommune ausgewählt wurde und das Projekt „Grüne Klimaoasen im urbanen Stadtraum Jenas“ so im Zeitraum von 2017 bis 2020 gefördert wird.

 

                                       © Meyer (2010)

Das Jenaer Modellvorhaben „Grüne Klimaoasen im urbanen Stadtraum“ wird mit dem Ziel der Sicherung eines angenehmen Klimas im gesamten Stadtgebiet wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zur strategischen Planung grüner Infrastrukturen anwenden. Damit soll ein Beitrag zur Bewältigung der Klimafolgen in der wachsenden und klimatisch sensiblen Stadt Jena geleistet und letztlich die Lebensqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner verbessert werden. Kernstück dieser Strategie soll ein zusammenhängendes, flächendeckendes Netz aus multifunktionalen Klimakomfortinseln sein. Die Gesamtstrategie wird Grundlage zukünftiger städtischer Entscheidungen zur Inanspruchnahme von öffentlichen Räumen.

Projekt "Klimaanpassung in Kitas und Schulen" gestartet

Mit der Jenaer Klimaanpassungsstrategie (JenKAS) wurde zwischen 2009 und 2012 ein gesamtstädtisches Grundlagenkonzept zur Anpassung der Stadt Jena an die Folgen des Klimawandels erarbeitet. Die Wärmebelastung für die Jenaer Bevölkerung wurde darin als eine wesentliche zukünftige klimawandelbedingte Betroffenheit für die Stadt Jena identifiziert.

Kinder und Jugendliche, insbesondere aber Kleinkinder (bis etwa 6 Jahre) gelten als besonders sensibel gegenüber Hitze und intensiver Sonneneinstrahlung. In der Regel halten sich diese zum Zeitpunkt der größten Wärmebelastung (zwischen 12 und 15 Uhr) im Außenbereich von Kitas und Schulen auf.

Ziel des Pilotprojektes ist deshalb eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität in diesen Einrichtungen an Tagen mit einer besonders hohen Wärmebelastung. Durch die Untersuchung aller kommunalen Einrichtungen auf wesentliche Klimaanpassungsfaktoren (insbesondere Hitze) sollen kleinräumige und objektgebundene Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Durch den Gebäudeeigentümer Kommunale Immobilien Jena (KIJ) können diese für die energetische und klimatische Optimierung des kommunalen Gebäudebestandes (Technische Gebäudeausrüstung und zugehörige Freiräume) herangezogen werden.

Mit der Durchführung des Pilotprojektes soll einerseits ein methodischer Rahmen entwickelt und geprüft werden, inwieweit die Wärmebelastung an städtischen Einrichtungen identifiziert und nach Möglichkeit quantifiziert werden kann. Andererseits sollen im Ergebnis auch räumlich konkrete Handlungsempfehlungen für die einzelnen Einrichtungen gegeben werden.

Der Zeitplan des Projektes sieht eine Bearbeitung zwischen April und Oktober 2017 vor.